Physio-Check Katze · kostenlos

Braucht meine Katze einen Physiotherapeuten?

Fünf Minuten, wenn Du zügig durchklickst — nimm Dir zehn, wenn Du es genau machen willst. Keine Anmeldung, kostenlos. Wie weit Du bist, siehst Du oben am Balken.

Am Ende bekommst Du:

  • eine klare Einschätzung, ob ein Check sinnvoll ist
  • Deine Antworten zum Ausdrucken — bring sie zu Deinem Termin mit
  • konkrete Tipps, die Du zu Hause sofort umsetzen kannst

Danach kommen noch ein paar freiwillige Fragen zu Haltung und Alltag — dafür bekommst Du die Tipps.

Marion Flieher

Ich bin Marion Flieher, Tierheilpraktikerin und zertifizierte Tierphysiotherapeutin in Chieming. Diese Liste habe ich aus dem gebaut, was mir in der Praxis täglich begegnet.

Diese Liste ist eine Beobachtungshilfe, keine Diagnose. Sie hilft Dir einzuschätzen, ob ein physiotherapeutischer Check sinnvoll ist.

Denk bei jeder Frage an die letzten Wochen — nicht an einen guten Tag.

Was Du vor dem Ausfüllen wissen solltest

Sie ersetzt keine tierärztliche Untersuchung. Was sie kann: Dir helfen, Deine Katze genauer anzuschauen und einzuordnen, was Dir auffällt.

Ein Satz vorweg, der alles erklärt: Katzen humpeln fast nie. Anders als Hunde zeigen sie Schmerzen am Bewegungsapparat kaum durch Lahmen. Sie zeigen es dadurch, dass sie aufhören, Dinge zu tun: Sie springen nicht mehr hinauf. Sie nehmen einen Umweg. Sie putzen sich hinten nicht mehr richtig. Sie kommen nicht mehr auf den Schoß. Und weil das so leise passiert, halten wir es fast alle für Charakter oder für das Alter.

Wie häufig das ist, überrascht viele: Gelenkverschleiß ist bei Katzen sehr viel häufiger, als man denkt — auch bei jüngeren. Gleichzeitig wird die Erkrankung bei Katzen selten erkannt — und in einer Untersuchung erkannten Halter, denen niemand erklärt hatte, worauf sie achten sollen, nur etwa die Hälfte der betroffenen Katzen. Sobald man es ihnen erklärte, waren es fast alle.

Diese Liste ist deshalb beides: eine Checkliste und eine Erklärung. Nimm Dir die paar Minuten und denk bei jeder Frage einmal ein Jahr zurück. Wenn Du unsicher bist, kreuze bitte Nein an und notier Dir die Frage.

Noch keine Frage beantwortet

Zuerst das Wichtigste

Dieser Teil gehört noch nicht zur Checkliste. Bei den allermeisten Tieren trifft nichts davon zu — dann kreuz einfach ganz unten „Nichts davon“ an, und es geht weiter.

Warum ich trotzdem frage: Trifft eines davon zu, ist das kein Fall für eine Checkliste, sondern einer für den Tierarzt. Dann rechne ich Dir bewusst keine Punktzahl aus — sie würde Dich nur in Sicherheit wiegen.

Springen und Klettern

Das Springen ist bei der Katze das empfindlichste Frühzeichen — hier fällt zuerst auf, wenn etwas weh tut. Diese Fragen zählen ins Ergebnis.

Zur Auswahl „Kann ich nicht beantworten“: Nimm sie ruhig, wenn Du etwas wirklich nicht beurteilen kannst — bei einem Freigänger zum Beispiel, oder wenn jemand anderes das Tier öfter sieht als Du. Sie zählt weder als Ja noch als Nein, verändert Dein Ergebnis also nicht. Am Ende sage ich Dir, worauf Du in den nächsten Wochen achten kannst. Das ist ehrlicher als zu raten.

Springt Deine Katze nicht mehr auf Plätze, die sie früher selbstverständlich erreicht hat?

Zum Beispiel Fensterbrett, Küchenarbeitsplatte, oberer Teil des Kratzbaums, Bett, Sofa. Denk dabei einmal ein Jahr zurück — viele merken die Veränderung erst, wenn sie sich fragen: Wo lag sie früher eigentlich?

Springt Deine Katze „in Etappen“ statt in einem Zug? Zum Beispiel: Sie nimmt erst den Stuhl, dann den Tisch, dann die Fensterbank. Oder sie setzt lange an, misst mehrfach, zögert vor dem Sprung, macht sich klein und springt dann doch nicht.

Springt Deine Katze anders herunter als früher? Zum Beispiel: Sie klettert rückwärts herab statt zu springen, sie lässt sich eher fallen, sie landet hörbar schwer, sie sucht sich einen Umweg über niedrigere Möbel, oder sie bleibt oben und maunzt.

Nimmt Deine Katze Treppen anders als früher — langsamer, Stufe für Stufe oder mit Pausen?

Auch wenn sie beide Hinterbeine gleichzeitig nachzieht oder eine ganze Etage meidet, antworte mit Ja.

Rennt, jagt und spielt Deine Katze weniger als früher — oder bringt sie keine Mäuse und Vögel mehr nach Hause?

Bei einer Freigängerin ist das oft das Erste, was auffällt: Die Beute bleibt aus. Bei einer Wohnungskatze: Sie jagt der Spielangel nur noch kurz hinterher oder gar nicht mehr.

Fellpflege, Berührung und Verhalten

Katzen zeigen Schmerz kaum direkt. Fellpflege und Berührungsempfinden verraten mehr als jedes Humpeln. Diese Fragen zählen ins Ergebnis.

Hat Deine Katze ihre Lieblingsplätze aufgegeben? Zum Beispiel: Sie schläft nur noch unten statt auf dem Schrank, sie kommt nicht mehr aufs Bett oder aufs Sofa, sie liegt nicht mehr in der Sonne auf der Fensterbank, obwohl sie das jahrelang getan hat.

Ist das Fell Deiner Katze struppig, stumpf oder verfilzt — vor allem über dem Rücken und am Schwanzansatz?

Achte auch auf Stellen, die sie gar nicht mehr erreicht.

Beleckt Deine Katze eine Stelle so oft, dass die Haare dort kurz, dünn oder ganz weg sind — oder sich das Fell dort verfärbt hat?

Häufig am Bauch, an der Flanke, an der Lende, an der Innenseite der Schenkel oder am Schwanzansatz. Wichtig: Oft bemerkt man das Schlecken selbst gar nicht, sieht aber die Folge — die Haut wird dunkler, helles Fell verfärbt sich rötlich oder orange, wirkt feucht oder dünn.

Wehrt sich Deine Katze, wenn Du über Rücken, Lende oder Hüfte streichst — oder packt und beißt sie plötzlich?

Gemeint ist das plötzliche Umschlagen: Eben hat sie das Streicheln noch genossen, im nächsten Moment packt oder beißt sie. Das ist kein Charakterfehler.

Putzt sich Deine Katze hinten weniger gründlich als früher?

Zu sehen an der Hinterhand, am Schwanzansatz und rund um den After: Das Fell wirkt dort verfilzt, klebrig oder ungepflegt, während vorne alles glatt ist.

Zuckt oder wellt sich die Haut über dem Rücken Deiner Katze, zuckt der Schwanz ständig, oder springt sie plötzlich auf und rennt durch die Wohnung?

Wichtig: Diese Frage ist nur dann aussagekräftig, wenn Flöhe und andere Parasiten bereits ausgeschlossen wurden. Manche Katzen beißen sich in solchen Momenten auch in den eigenen Rücken oder in die Flanke.

Sitzt oder liegt Deine Katze angespannt — zusammengekauert, die Beine unter dem Körper, den Kopf gerade nach vorn?

Diese Haltung wird oft mit Entspannung verwechselt. Eine entspannte Katze liegt auf der Seite, streckt sich, rollt sich ein. Eine Katze, der etwas weh tut, hält sich zusammen und bleibt aufrecht.

Kaut Deine Katze auffällig vorsichtig oder immer nur auf einer Seite?

Die Ursache dafür gehört zuerst tierärztlich oder zahnärztlich abgeklärt. Einseitiges Kauen führt aber zu Verspannungen im Kiefergelenk und am Zungenbein — und das ist mein Arbeitsbereich.

Alltag und Vorgeschichte

Katzenklo, Kontakt und Vorgeschichte runden das Bild ab. Das Alter brauche ich für die richtige Einordnung — es gibt keine Punkte.

Hat Deine Katze Mühe mit dem Katzenklo?

Zum Beispiel: Sie steigt schwerfällig ein oder aus, stützt sich am Rand ab, hockt schief, setzt Kot oder Urin neben das Klo, oder sie benutzt neuerdings nur noch eine bestimmte Toilette.

Sucht Deine Katze weniger Kontakt als früher, oder zieht sie sich zurück?

Zum Beispiel: Sie verschwindet an Orte, an denen sie früher nicht war, schläft auffallend viel, oder sie maunzt und schreit mehr als sonst.

Wie alt ist Deine Katze?

Gibt es bei Deiner Katze einen Befund am Bewegungsapparat?

Gemeint ist ein Befund, der über ein bildgebendes Verfahren gestellt wurde — also im Röntgen, Ultraschall, CT oder MRT. Zum Beispiel Arthrose, Verschleiß, degenerative Veränderungen oder eine Dysplasie.
Freiwillig — hilft Marion aber sehr bei ihrer Einschätzung.

Frisst Deine Katze weniger als früher?

Ist Deine Katze männlich oder weiblich?

Ist Deine Katze kastriert?

Geschafft! Möchtest Du noch ein paar Tipps von mir?

Die Checkliste ist an dieser Stelle zu Ende — Dein Ergebnis steht fest.

Diese letzten Fragen zählen nicht zur Auswertung und ändern Dein Ergebnis nicht. Sie helfen mir nur dabei, Dir für jedes Kreuz einen passenden Vorschlag für den Alltag mitzugeben. Du kannst sie auch einfach überspringen und unten weiterklicken.

Sind die Lieblingsplätze Deiner Katze nur über einen einzigen großen Sprung erreichbar, ohne Zwischenstufe?

Ist der Kratzbaum wackelig, zu niedrig oder gibt es keine waagerechte Kratzfläche?

Hat das Katzenklo einen hohen Einstieg, eine Klappe oder eine Haube?

Muss Deine Katze Treppen nehmen, um zum Katzenklo zu kommen?

Sind die Böden glatt (Laminat, Fliesen, Parkett) — vor allem dort, wo Deine Katze landet?

Stehen Futter und Wasser erhöht, sodass Deine Katze hinaufspringen muss?

Fühlst Du die Rippen Deiner Katze nur schwer, wenn Du die Hand flach auflegst?

Spielt ihr selten oder gar nicht mehr aktiv miteinander?

Fehlt Deiner Katze ein erhöhter Platz, den sie bequem erreichen kann?

Sucht sich Deine Katze zum Schlafen lieber kalte, harte Flächen, obwohl ein weicher Platz da wäre?

Gibt es bei Euch weniger Katzenklos als Katzen im Haushalt?

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